#kleinerwinter – Winterpause und Herzensdinge 2015

Foto , CC by SA 2.0 , by Chantal Kreth

Winterschlaf ist als menschliches Wesen ja leider keine Option, aber dafür zumindest doch eine Winterpause. Wir werden jedenfalls ab heute erst mal in eben diese verschwinden. Das allerdings nicht, ohne euch vorher noch ein paar Herzensdinge nahe zu legen, die uns in diesem Jahr gefallen/bewegt/geprägt haben. Wir freuen uns natürlich wie immer, wenn ihr diese mit euren Herzensdingen in den Kommentaren ergänzen wollt!

Ansonsten sehen/lesen/hören wir uns im Januar wieder, wenn das Jahr die Zahl 2016 schreibt und der 3. kleinergeburtstag ansteht.

Bis dahin wünschen wir euch eine gute Zeit, die ihr hoffentlich so verbringen dürft wie es für euch am schönsten ist. <3

Anika

Podcasts

Ich bin absolut im Podcastfieber! Seit ich vor 10 Jahren mal damit angefangen und dann nie wieder weitergehört habe, hat es mich diesmal richtig erwischt.

Song Exploder

Ich liebe ja Musik über alles und vor allem auch die Geschichten dahinter. Bei dem Podcast werden Songs auseinandergenommen, Spur für Spur und die Künstler_innen erzählen dann dazu, wie das entstanden ist, wie genau sie das komponiert haben, was sie damit sagen wollen und dröseln so Ton für Ton ihr eigenes Lied auf.

Empfehlenswert find ich die Folge mit Sylvan Esso und auch sehr toll ist die Folge zur Anfangsmusik von Reply all. Womit ich auch gleich beim dritten Liebling gelandet wäre.

Reply all

Der Podcast erzählt “Geschichten aus dem Internet”, was letztendlich einfach tolle zwischenmenschliche Geschichten sind. Ob es um gestohlene Hunde geht, peinliche E-Mails, die an falsche Personen geschickt wurden, wie Student_innen die App YIK YAK benutzten, um rassistische Kommentare zu posten usw. Ich bin so süchtig geworden, dass ich irgendwann tatsächlich zur Folge 1 bin, um ALLES durchzuhören, was sie je produziert haben.

Instrument

Sonic Pi

Passend zum Thema Hören und Musik ist auch meine Geschichte mit Sonic Pi. Das ist ein Open Source Programm, mit dem ihr Musik machen könnt und euren Computer in ein Instrument verwandelt. Es wurde von Sam Aaron ursprünglich geschrieben, um Kindern Dinge übers Musizieren das Programmieren beizubringen. Ich hab mich durch einen Vortrag darüber Hals über Kopf verliebt, das erste Mal in meinem Leben Lieder komponiert (hätte ich niemals für möglich gehalten!) und mittlerweile auch eine kleine Studiengruppe dazu in Berlin angestoßen. Ihr könnt euch das Programm runterladen und loslegen – ein wunderbar einfaches Tutorial ist inklusive und man kann super schnell unglaublich viel lernen und musizieren. Der Bonus: Programmieren lernt man nebenbei.

Serie

Mom

Selten habe ich wirklich so oft laut beim Seriengucken gelacht, wie bei Mom. Es ist eine Sitcom, in der erfrischenderweise zwei Frauen (Anna Faris und die wunder-wunderbare Allison Janney) die Hauptrollen spielen. Es dreht sich um die alleinerziehende Christy und ihre plötzlich wieder in ihrem Leben auftauchende Mutter Bonnie. Beide sind Ex-Alkoholikerinnen und haben mit Familienkrisen, Rückfällen, aufmüpfigen Teenager-Töchtern, furchtbaren Jobs und Katzenallergien zu kämpfen. Es ist wirklich großartig mitanzusehen, wie alle Frauen in der Serie (die den Großteil des Casts ausmachen) nicht nur über Männer reden und andere Stereotype erfüllen, sondern die ganze Bandbreite mitbringen, die sonst oft nur männlichen Rollen zugedacht ist. Sie lachen, schreien, streiten, weinen, tanzen weird, masturbieren, prügeln und verlieben sich und schlagen sich gemeinsam durchs Leben – als Familie und Freundinnen.

mom

Anne

Serie

Master of None

Kaum eine andere Serie hat mich in diesem Jahr so bewegt und das allein schon, weil sie so herrlich „not in your face“-feministisch ist. Hauptcharakter Dev, gespielt von Aziz Ansari, navigiert durchs Großstadtleben von NYC und behandelt dabei auf einfühlsam witzige Weise, was sogenannte Millennials unter anderem so umtreibt: Von Dating, Familiengründung und für die Eltern da sein bis soziale Gerechtigkeit. Master of None is everything.

Game

Attack the Light – Steven Universe Light

Meine Liebe zu „Steven Universe“ habe ich ja hier bereits kund getan, umso großartiger war es, dass ich in diesem Sommer auch noch das RPG „Attack the Light“ entdeckte, bei dem „Steven Universe“-Schöpferin Rebecca Sugar u.a. die Story mitentwickelt hat. Hier kämpfen die Crystal Gems gemeinsam gegen seltsame Kristallwesen und Steven ist mit den Inhalten seines Cheeseburger-Rucksacks für die gute Moral der Truppe verantwortlich. Ein Spiel, dass sich wunderbar durchzuzocken lässt und im besten Sinne die Bezeichnung charmant verdient.✨

Film

Mad Max – Fury Road

Allein wenn ich an die Eröffnungssequenz dieser Dystopie denke, schnellt mein Puls schon wieder in die Höhe. Doch wie für so viele ist der Film für mich nicht nur die Geschichte von Max, sondern die von Furiosa – und von ihrer gemeinsamen Zusammenarbeit gegen Unterdrückung. Außerdem: So viel ungebremste (pun intended) und nicht pathologisierte weibliche Wut auf der großen Leinwand sehen zu können, tat mir einfach verdammt gut. Das, und die Tatsache, dass Maskus diesen Film ernsthaft boykottieren wollten, chrchrchr.

Buch

Kate Harding: Asking for It – The Alarming Rise of Rape Culture
and What We Can Do about It

Kate Harding gehört zu meinen liebsten feministischen Autor_innen, weil sie tiefgehende Analysen stets mit messerscharfem Witz verpacken kann. Ich wünschte, ihr Buch wäre damals schon draußen gewesen als ich an meinem schrieb, denn dann hätte ich einfach mal alles daraus zitiert. Um zu verstehen, was Rape Culture ist, worauf sie basiert und aber eben auch wie wir ihr entgegenwirken können, hat Harding das derzeit wichtigste Buch geschrieben und fasst eine Debatte zusammen, die so aktuell ist, dass Harding sich irgendwann stoppen musste, keine laufenden Beispiele mehr aufzunehmen.

Hakan

Podcasts

Habe ich ja bereits verbloggt – hat sich aber nur intensiviert, ähnlich wie bei Anika. Song Exploder kann ich auch empfehlen, „Internet Explorer“ (beide von Buzzfeed), außerdem noch „The Read“ und „Surprisingly Awesome„. Trust me on these ones.

Wenn ihr mir nicht vertrauen wollt, hier pro Cast ein Grund: Bei „Internet Explorer“ ist einfach nur erstaunlich, auf welche Geschichten diese Menschen in sozialen Netzwerken finden. „The Read“ wissen über alles Bescheid, das mit HipHop- und/oder Pop-Kultur zu tun hat und sie reden auf eine sehr persönliche Art, über diese Themen (mir teilweise zu gossip-y, aber das kann man weghören). „Surprisingly Awesome“ ist das neue Ding von Gimlet Media. Falls euch also „Start-up“, „Reply All“ und „Mystery Show“ gefallen haben: Here you go.

„Ruhe“-Medien

Sehr cheesy Überschrift, aber beschreibt es am besten. Ich bin überzeugt, dass es mir gut tut, auf meinem iPad (fast) alle Apps gelöscht zu haben, die Notifications brauchen. (Habe Tweetbot noch installliert, nutze es aber nur während Konferenzen.) Wenn ich das Ding in der Hand habe, lese ich Bücher, schaue Netflix, das war’s. Ich habe meine ‚Ruhe‘.

Auch des Jobs wegen habe ich mir einen sehr lauten Nachrichtenstrom erstellt, habe darin aber Quellen, die wichtiger sind als andere, deren Empfehlungen ich deutlich mehr wertschätze. Das ist zum Beispiel diese Twitter-Liste mit aktuell 100 Mitgliedern, deren Tweets ich nicht verpassen will. Außerdem nutze ich Dienste wie „This“ und/oder „Piqd“ (Disclosure: Ich kriege Geld von Piqd, daher ist das hier auch automatisch Werbung.), dazu spezielle Newsletter wie „theSKIMM„, die ich jeden Tag lese und Podcasts, die ich immer höre wie „#GoodMuslimBadMuslim“ (habe 156 Podcasts abonniert, aber höre nicht jede Folge). Die Randomness der sozialen Netzwerke ist toll, aber ich brauche auch Punkte, die zuverlässig gut sind und die eine Art Abgeschlossenheit haben (auf This/Piqd wird pro AutorIn nur ein Text pro Tag empfohlen, der Newsletter hat ein Ende, 100 Twitterer sind okay usw).

Serien usw. lasse ich mal aus, da die anderen euch schon genug geliefert haben.

Juliane

Serien

Getting On

Die US-Adaption einer BBC-Serie über eine Krankenhausstation, auf der alte Menschen behandelt werden. Getting On vermag es, in ein und derselben Szene zu Tränen zu rühren und schreiend komisch zu sein, weil es uns Menschen in all unserer Jämmerlichkeit, unserem Egoismus, aber auch unserer Verletzlichkeit auf den Punkt bringt. Mehr darüber, warum ihr Getting On gucken müsst (auch wenn die Serie mit “Fiese alte Knochen” mal wieder einen himmelschreiend-bescheuerten deutschen Titel hat), habe ich hier aufgeschrieben.

The Mindy Project

Die erste TV-Comedy in den USA, bei der eine Frau mit indischen Wurzeln die Hauptrolle spielt und die Show von vorn bis hinten verantwortet. Mindy Kaling ist der Mastermind hinter dieser Serie, die in der mittlerweile 4. Staffel ist und derzeit auf dem Streamingdienst Hulu läuft. The Mindy Project schafft etwas, das guter Comedy selten gelingt: Sie entwickelt ihre Charaktere, gibt ihnen nicht nur absurde Plots, um Komik herzustellen, sondern zieht Komik aus den Widersprüchen zwischen dem Anspruch, eine erfüllende Karriere, ein wunderbares Beziehungsleben und bereichernde Freundschaften zu pflegen und der Realität, in der wir mehr als einmal am Tag lieber schreiend zusammenbrechen möchten, anstatt den vielen Anforderungen an uns gerecht zu werden. Mehr darüber, warum ich The Mindy Project liebe, habe ich hier geschrieben.

Parenthood

Sechs Staffeln lang sehen wir Familie Braverman dabei zu, wie sie die Absurditäten, die wundervollen Seiten und die Zumutungen des Abenteuers Familie bewältigen. Wer Serienfutter liebt, bei dem man direkt mal sechs Folgen hintereinander gucken kann, ohne sich zu langweilen, ist bei Parenthood richtig aufgehoben. Die Serie malt kein zuckersüßes Bild wie andere Familienserien (hust Eine himmlische Familie hust), sondern geht verschiedenste “unbequeme” Themen an: Teenie-Schwangerschaften, Abtreibung, Alkoholmissbrauch, Drogen, Krebs, Untreue und Betrug sowie berufliche Sackgassen. Parenthood zu gucken, ist, wie einer Freundin dabei zuzusehen, wie sie ihr Leben lebt und mit ihr darüber zu reden. Ich mag die Bravermans nicht mehr missen und bin traurig, dass die Serie mittlerweile abgedreht ist. Mehr über Parenthood habe ich hier geschrieben.

Bücher

Aziz Ansari: Modern Romance

Ein wunderbares, witziges Sachbuch für alle, die wissen wollen, ob Tinder das Ende der Monogamie ist, was Online-Dating mit Beziehungen macht und ob früher wirklich alles besser war. Der US-Komiker Ansari hat ein wunderbar komplex recherchiertes und dabei unterhaltendes Buch geschrieben, das sich jeder einseitigen Verteufelung von Technologie bzw. Vergötterung verweigert. Mehr darüber habe ich hier geschrieben.

Mindy Kaling: Why not me?

Das zweite Buch der US-Amerikanerin, die mit The Office bekannt wurde und inzwischen ihre eigene Show The Mindy Project (siehe oben) verantwortet. In Why not me? erzählt Kaling so sympathisch wie schon in ihrem Erstling Is everybody hanging out without me? über die Realität des Lebens als Frau in Hollywood. Sie schreibt offen darüber, wie es ist, von Journalisten danach beurteilt zu werden, welche Konfektionsgröße sie trägt (es ist ätzend), welche Belastung hinter ihrem Job steht (eine riesige) und was sie antreibt (Chicken McNuggets und Kuchen – und der Fakt, ein Vorbild für junge Mädchen und Frauen auf der ganzen Welt zu sein. (Und Geld). Prädikat wertvoll, weil witzig und lehrreich.

Robert van Gulik: Kriminalfälle des Richters Di

Meine Lieblingslektüre in diesem Jahr ist diese ursprünglich in den 1950er Jahren in den Niederlanden veröffentlichte Krimi-Reihe. Robert van Gulik war als Botschafter der Niederlande jahrzehntelang in Ländern wie Japan, Indien und Malaysia. Im zweiten Weltkrieg übersetzte er einen chinesischen Kriminalroman aus dem 18. Jahrhundert, der die Fälle von Richter Di Renjie behandelt. Diese Figur soll von 630 bis 700 in der Tang-Dynastie gelebt haben. Aus der Übersetzung wurde eine eigenständige Reihe von Kriminalromanen, in denen Richter Di die rätselhaftesten Fälle, die vor sein Gericht getragen werden, meisterhaft selbst entwirrt. Wer gerne Rätsel löst und etwas über das chinesische juristische System der Tang-Dynastie lernen möchte, ist bei Richter Di bestens aufgehoben.

Lena

Serien

Unbreakable Kimmy Schmidt

Weil ich das Intro wohl nie wieder aus dem Kopf bekommen werde. Und aus allen Gründen, die Juliane hier aufgeschrieben hat.

Brooklyn Nine-Nine

Eine der wenigen Serien, bei denen ich wirklich, wirklich laut lachen musste.

How To Get Away With Murder

Hat mich ziemlich schnell reingezogen und dann erstmal nicht mehr losgelassen. Lässt sich gut am Stück schauen und ist damit ziemlich ideal für lange Wintertage (allerdings auch ziemlich brutal).

Spiel

Exploding Kittens

Ich spiele seit Kurzem wieder Gesellschaftsspiele und mag gerade sehr gerne Exploding Kittens, in dem es um, nun ja, explodierende Kätzchen geht. Das Kartenspiel funktioniert praktischerweise sogar schon mit zwei Leuten und bis zu fünf können mitspielen.

Lucie

Comic

Sydney Padua: The Thrilling Adventures Of Lovelace And Babbage

Die Autorin verarbeitet die Lebensgeschichten der Computerpioniere Ada Lovelace und Charles Babbage, deren Freundschaft und gemeinsame Arbeit zu humorvollen und grossartig gezeichneten Comic-Erzählungen. Zudem hat Padua auf fast jeder Seite ausführliche und faktengespickte Zusatzinfos zusammengetragen. Für Comic-Fans ebenso wie für Computergeschichts-Interessierte! Reinschauen kann man auf der Website von Padua, wo es auch bereits einige Auszüge zu sehen gibt, allerdings bislang nur auf Englisch.

Spiel

Fireproof Games: The Room 3

Mein liebstes Puzzle-Game aller Zeiten ist zurück! (Bislang nur für iOS.) In First-person-Perspektive bewegen wir uns diesmal durch ein ganzes gruseliges viktorianisches Haus und drehen Zahnräder, lösen Rätsel, bauen Maschinen, entziffern Codes… und erschrecken uns dabei bisweilen wohlig. Wunderschön gestaltete atmosphärische Steampunk-Archäologie-Mystery mit Anleihen von Jules Verne über Lovecraft bis E.T.A. Hoffmann. (Unbedingt auch The Room und The Room 2 spielen, für iOS und Android).

Rezept

Erdnuss-Butter-Cookies mit Fleur de Sel

Tut euch was Gutes und macht diese Cookies! Wenig Zutaten, gehen ganz leicht. Tipp: sie werden schnell ein bisschen dunkel – lieber vermeintlich zu weich aus dem Ofen nehmen, sie härten nach beim Abkühlen.

Maike

Entspannung

Shia LaBeouf: All my Movies

Shia LaBeouf hat sich vor kurzem drei Tage lang in ein Kino gesetzt, alle seine Filme am Stück angeschaut und die Menschen aus New York waren eingeladen, mit ihm zu gucken. LaBeouf ließ sich währenddessen filmen und nannte das Ganze Performance-Kunst. Die Aufnahmen waren ohne Ton, niemand wusste, welcher Film gerade lief.

Ja, das war sehr egozentrisch, aber ich fand es auch wundervoll, Shia LaBeouf drei Tage lang beobachten zu können – und irgendwann geradezu in ihm zu versinken. Es hatte etwas sehr Beruhigendes.

Entweder lag ich zuhause im Bett, las und lernte – und Shia lief nebenbei auf dem Rechner – oder ich war auf der Arbeit und hatte die Browserfenster so arrangiert, dass ich ihn immer sehen konnte.

Es ist schön, zu sehen, wie sich im Gesicht einer Person ein Lächeln entfaltet, das dann zu einem Lachen wird. Am intimsten fand ich jedoch jene Momente, in denen LaBeouf mit der Müdigkeit kämpfte, eine Sekunde lang einnickte und sich beim Aufwachen total erschreckte.
Das Tolle: Die Aufnahme kann jederzeit angeschaut werden und ist für mich so etwas wie die Kaminfeuer-DVD der Neuzeit – nur mit emotionaler Bandbreite.

shia2

Tanzen

Shambush: The Ultimate Kate Bush Experience

Wuthering Heights ist eines meiner immerwährenden Lieblingsstücke. Ich liebe es so sehr, dass ich es schon betrunken vor sehr vielen Menschen in einer Karaoke-Bar gesungen habe. Das Gif, welches mich auf unserer Autor_innenseite verkörpert, zeigt Kate Bush.

Vor kurzem wurde das Video einer schon etwas zurück liegenden Aktion in Brighton durchs Internet gespült, bei der über 300 Frauen und Männer (<3) die Performance aus dem Original-Video nachtanzen. Wer nun denkt: Da wäre ich gerne dabei gewesen!, kann im Sommer 2016 nach Berlin kommen. Dort findet am Samstag, den 7. Juli auf dem Tempelhofer Feld The most Wuthering Heights Day ever statt. Ich wünschte, ich könnte hingehen, doch ich bin dann nicht in der Stadt.

Longread

8 Days in North Korea

Mein Herz schlägt zwar für Japan, doch auf eine ganz andere Weise hat es mir die Reportage von Erick Tseng über Nordkorea angetan. Das Netz ist voller Witze über den dort regierenden Diktator, doch wie die Menschen in Nordkorea leben, wie es dort aussieht, wie es sich für Reisende aus dem Ausland anfühlt, bekommt man selten eindringlich geschildert. Tsengs Stück ist voller heimlichen Foto- sowie Videoaufnahmen. Und dann gibt es da noch ein Wiedersehen mit der alten Berliner U-Bahn. Ist es nicht grotesk, dass ausgerechnet diese nun durch ein so restriktives Land fährt?

Map

Serie

Bojack Horseman

Abgehalfterter(!) Fernsehstar (und Pferd) sucht nach neuem Lebensinhalt in Hollywoo(d). Absurd, tragikomisch und überraschend tiefgängig.

Comic

Ms. Marvel

Superhelden-Stories kommen in unserem Jahrhundert an.

Podcasts

Sawbones

Ein lustiger Podcast über Medizingeschichte (englisch).

Qwerpline

Impro-Comedy aus einer fiktiven US Kleinstadt (englisch).

Filme

Star Wars – The Force Awakens

Hoffentlich ist er gut ;)

Inside Out (Alles steht Kopf)

Der (nicht mehr ganz so) neue Pixar-Film macht so viel richtig und rührt zu Tränen.

Nicole

Podcasts

Call your Girlfriend

Lang bevor es diesen Podcast gab, war “Bis im Internet” meine liebste Verabschiedung von Onlinefreund_innen, weil sie so tröstlich ist. “See you on the internet” sagen auch Ann Friedman und Aminatou Sow am Ende jeder Folge. Feministisch, up to date in Sachen Popkultur, von Menstruationsnews bis Politik – ein Gespräch unter Freundinnen, mit denen ich gerne befreundet wäre. Längst kein Geheimtipp mehr, nichtsdestoweniger: Empfehlung!

Snap Judgement

Wie bei This American Life werden bei Snap Judgement meistens mehrere gut erzählte Geschichten von unterschiedlichen Personen zu einem Thema zusammengeführt, nur mit mehr Hiphop und einer etwas höheren Spoken Word-Dichte. Oder wie Host Glynn Washington sagt: Storytelling with a Beat.

Longform

Wer sich für Schreibprozesse interessiert, besonders besonders in Bezug auf Nonfiction, könnte daran Freude haben. Jede Folge geht ungefähr eine Stunde und ist ein Interview mit einer Person, die schreibt. Oder redigiert. Das Spektrum, über was sie schreiben, ist ziemlich weit. Das klingt wahrscheinlich fad, aber echt, der Podcast ist nett und erhellend. Gut, um einen Tag zu beginnen. Macht nämlich auch Lust, sich danach selbst an den Schreibtisch zu setzen.

The Longest Shortest Time

Viel Zeit verbacht habe ich dieses Jahr mit The Longest Shortest Time, durch dessen kompletten Backlog ich mich hörte. Ich halte ihn immer noch für den bestmöglichen Elternschaftspodcast – bewegend, witzig und ein guter Stups, um eigene Vorurteile zu überprüfen. Leider im Moment auf Pause, aber wie gesagt, alte Folgen hören lohnt sich sehr.

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Serie

Mad Men

Late to the Party, dabei habe ich 2008 oder 2009 im Englisch-Leistungskurs bereits eine Klausur über die Serie geschrieben. (Die ich leider nicht mehr finde.) Hätte ich viel Zeit allein, ich würde mich mit der Serie in eine Bettdeckenhöhle vergraben, alle Recaps, Meme-Blogs und alle in der Serie erwähnten Bücher lesen, die Zeitgeschichte anhand von Sekundarquellen studieren. Und mit großem Genuss masturbieren.

Orange is the New Black

Große Liebe, großes Nichtgenugbekommenkönnen und Vermissen. Das Finale der letzten Staffel hat mich so mitgenommen, dass ich gespannt und besorgt bin, aber mich vor allem auf 2016 freue, wenn es hoffentlich weitergeht.

Crashcourse xy

Zählt das auch als Serie? Die Youtube-Playlist Crashcourse US-History hat mich nicht nur ein bisschen in John Green verknallt gemacht, sondern stellte sich auch als sehr nützlich bei einer Klausurvorbereitung heraus. Wer das nicht braucht, es gibt viele andere Kurse, von Anatomy bis Weltgeschichte.

DIY

Wachs in gut geknackte (oder im Stadtpark von wilden Tieren geöffnete) Walnussschalen, in Eichelkäppchen, in Bierdeckel gießen, vorher einen Teelichtdocht reinstellen, für fancy Minikerzen. Mit Silberdraht Handschuhe leitfähig machen, für wärmere Finger beim Scrollen. Und auf dem Klo die Füße auf einen Hocker stellen, weil es das Leben besser macht.

Spendenmöglichkeiten

Und hier noch eine längst nicht vollständige, aber doch kleine Liste von Organisationen, deren wichtige Arbeit uns am Herzen liegt und die ihr, nicht nur in diesem Jahr, mit Spenden unterstützen könnt, wenn es euer Geldbeutel zulässt. Vielen Dank!

Women in Exile & Friends
Initiative von geflüchteten Frauen, die sich als Schnittstelle zwischen Frauenbewegung und Flüchtlingsbewegung versteht.

Women in Exile e.V.
GLS Bank
Konto: 1152135400
BLZ: 430 609 67
IBAN: DE21430609671152135400
BIC: GENODEM1GLS

AMICA e.V.
Unabhängige Hilfsorganisation, die Frauen und Mädchen in Krisengebieten unterstützt.

AMICA e.V.
Volksbank Freiburg
Konto: 2 100 100
BLZ: 680 900 00
IBAN: DE15 6809 0000 0002 1001 00
BIC: GENODE61FR1

LesMigraS
Antidiskriminierungs- und Antigewaltbereich der Lesbenberatung Berlin e.V., der Name steht für Lesbische/bisexuelle Migrant_innen und Schwarze Lesben und Trans*Menschen.

Lesbenberatung Berlin e.V.
Bank für Sozialwirtschaft
Konto: 33 55 9 00
BLZ: 100 205 00
IBAN: DE20100205000003355900
BIC: BFSWDE33BER

Jugendnetzwerk Lambda Berlin-Brandenburg e.V.
Einziges queeres Jugendhaus in Berlin für junge Lesben, Schwule, Bi-, Trans* und Inter* zwischen 14 und 27 Jahren. Mit Café, Beratung, Jugendgruppen und -projekten.

Jugendnetzwerk Lambda Berlin-Brandenburg e.V.
Bank für Sozialwirtschaft Berlin
Konto: 33 44 000
IBAN: DE56100205000003344000
BLZ 100 205 00
BIC: BFSWDE33BER

Model View Culture (MVC)
Unabhängiges Magazin, das vor allem über Tech, Kultur und Diversität berichtet. MVC wird zu 100% durch die eigenen Leser_innen finanziert.

Auf Patreon unterstützen
Digitale Ausgabe abonnieren

agisra e.V. Köln
Informations- und Beratungsstelle für Migrantinnen und Flüchtlingsfrauen.

Förderverein agisra Köln e.V.
Sparkasse KölnBonn
BLZ: 370 501 98
Konto: 335 520 92
IBAN: DE40 3705 0198 0033 5520 92
SWIFT-BIC: COLSDE33

Berufsverband erotische und sexuelle Dienstleistungen e.V.
Bundesweiter Verband aus aktiven und ehemalige Sexarbeiter_innen, der das Ziel hat, die Arbeits- und Lebensbedingungen von Sexarbeiter_innen zu verbessern und Politik, Medien und Öffentlichkeit ein realistisches Bild von Sexarbeit zu vermitteln.

BesD (Berufsverband erotische und sexuelle Dienstleistungen e.V.)
Landesbank Berlin – Berliner Sparkasse
IBAN: DE49‧100‧500‧000‧190‧290‧862
BIC: BELADEBEXXX

Internationale Frauen Leipzig e.V.
Beratung, Unterstützung und Begleitung von Migrantinnen.

Internationale Frauen Leipzig e.V.
Deutsche Bank
Kto: 434 32 32
BLZ: 860 700 24
IBAN: DE97 8607 0024 0434 3232 00
BIC: DEU TDED BLEG

Mädchenhaus Bielefeld e.V.
Beratung, Therapieangebote, Unterkunft für Mädchen, z.B. bei häuslicher/sexualisierter Gewalt, aber auch Unterstützung unbegleiteter minderjähriger Geflüchteter.

Förderverein Mädchenhaus Bielefeld e.V.
Sparkasse Bielefeld
IBAN: DE20480501610047003215
BIC: SPBIDE3BXXX

SchLAu NRW – SchLAu
Sind lokale Aufklärungsgruppen, die ehrenamtlich an Schulen, Jugendzentren und anderen Bildungseinrichtungen Aufklärungsarbeit zu Schwul-, Lesbisch- Bi- Trans*sein leisten.

SchLAu NRW
IBAN: DE89 37020500 0007025501
BIC: BFSWDE33XXX

Also, dann kommt gut durchs restliche 2015. See you on the other side! <3