Best of Lena: ein kleiner Abschied

Je älter kleinerdrei wird, desto öfter müssen wir auch Weggefährt_innen unseres Blogs Lebewohl sagen. Das tun wir immer mit ziemlich wehem Herzen, aber genauso viel Neugier darauf, welchen spannenden neuen Dingen sich unsere Autor_innen zuwenden werden. Bei Lena können wir das schon eine Weile beobachten – sie hält nämlich unter anderem fantastische Talks über Diversity und Inklusivität, mit denen sie weltweit die Tech-Szene aufmischt und versucht, diese zu einem besseren Ort zu machen. Das finden wir grossartig! 👏💪

Wer also weiterhin wissen will (und das wollt ihr!), was Lena so treibt oder sie für eine Konferenz anfragen möchte, kann dies auf ihrer Website tun oder ihr auf Twitter folgen.

Wir sagen an dieser Stelle vor allem noch mal: Danke, dass du kleinerdrei mit deinen Worten, ebenso wie mit deinen magischen Fotos (Pssst, ihr könnt euch übrigens auch von Lena fotografieren lassen!), ein Stück begleitet und bereichert hast.

Wir wünschen dir auf jeden Fall alles Gute, liebe Lena (kleinerdrei Crew a.D.)! <3

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Und wer noch mal einige Texte von ihr lesen möchte…

Hier unser persönliches Best-of-Lena:

Ich reise allein

Neun Jahre ist es her, dass ich das erste Mal alleine ins Ausland gefahren bin. Seither war ich noch häufiger alleine unterwegs – in Schweden, Dänemark, Norwegen, Polen, Italien, Sardinien, Frankreich, Großbritannien und vor zwei Wochen Island. Und “alleine”, damit meine ich: ich fahre alleine los, ich übernachte irgendwo und bin vor Ort alleine unterwegs. Wenn ich von diesen Reisen erzähle, höre ich regelmäßig ähnliche Fragen: “wirklich? Alleine reisen? Wieso das denn?”. “Hast du keine Freunde?”, oder, gerne auch, “Ist dir das nicht zu gefährlich?”. Und dann erzähle ich manchmal…

Die sexuellen Aktivitäten der Wollmäuse

Nun würde ich mein Sexleben vor seinem (hoffentlich nur vorübergehenden) Ende zumindest nicht direkt mit einem Unfall vergleichen (so schlimm war es dann auch wieder nicht). Und eigentlich finde ich beides, Sex und Fahrradfahren, ziemlich gut. Außerdem geht beides zumindest ungefähr nach dem Prinzip “raufklettern, festhalten und los”. Aber beides steht eben auch seit einiger Zeit etwas unbeachtet in irgendeiner Ecke und es ist so ein bisschen die Luft raus (und das waren jetzt auch die letzten Fahrrad-Metaphern für diesen Text).

“Na, heute schon wen umgebracht?” –
Einmal im Monat, wenn alles scheiße ist:
Ideen gegen den Krampf

“Dieses, äh, Ding, das die Frauen da haben. Das ist eklig, das ist komisch, das riecht nicht gut, die Frauen™ benehmen sich dann seltsam, da redet man™ nicht drüber.”

Mein erster Talk auf einer Tech-Konferenz

Um 04:30 Uhr klingelt mein Wecker. Mein Gehirn sagt: “da musste jetzt durch, ne!” Mein Körper sagt: “Noooooiiiiin!”. 12 Stunden später bin ich endlich in Linz, wo meine Kollegin schon wartet. Wir setzen uns auf der Terrasse an meinem Hotelzimmer in die Sonne, tragen uns gegenseitig unsere Vorträge vor und ich nehme mir vor, ihr Feedback noch einzuarbeiten. Doch die Zeit wird knapp – nach dem Abendessen mit den anderen Speaker_innen sitze ich noch bis 2 Uhr morgens über meinen Folien.

Stimmung: ich bin sowas von erledigt.

Mein Rückzugsort

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Ich beobachte Ameisen am Boden und sehe beim Blick nach oben die ersten Blätter gegen die letzten Stücke vom kühl blauen Winterhimmel, die bald schon gegen grüne Dächer eingetauscht sein werden.